Nexø Sogn

Der Kirchenbau
Das Alter der Kirche kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. 1346 bekam Nexø das Stadtrecht. Vielleicht stammt der älteste Teil der Kirche aus dieser Zeit. Ursprünglich war die Kirche in dem kleinen Fischerdorf nur eine Kapelle, die dem Schutzheiligen der Seefahrenden St. Nicolai geweiht war. Später wurde die Kapelle vergrössert.

Der Turm stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Die Turmspitze mit dem zwiebelförmigen Kupferdach wurde 1910 errichtet.
Die südliche Vorhalle der Kirche und die nördliche Leichenkapelle sind aus dem 18. Jahrhundert.
Das nördlichen Seitenschiff wurde 1760 angebaut.


Die Vorhalle
Aussen vor der Vorhalle, rechts neben der Eingangstür, befindet sich ein schwarzes Holzschild mit der Aufschrift "Heute findet eine Veranstaltung statt". Früher wurde die Tafel umgedreht, wenn anschliessend nach dem Gottesdienst eine "Veranstaltung" war, wo öffentliche Schreiben bekanntgegeben wurden. Eine entsprechende Tafel befindet sich an der nördlichen Eingangstür.
Innerhalb der Vorhalle hängt an der westlichen Wand eine grosse Gedenktafel aus Anlass des Besuches Christian des Fünften in Nexø am 16. Mai 1687.
Auf der entgegengesetzen Seite hängen vier Gedenkschilder. Es war Sitte, dass die Familie des Verstorbenen zwei Altarkerzen der Kirche stiften konnte. Die Schilde wurden an den Kerzen befestigt und blieben so lange daran, bis die Kerzen niedergebrannt waren.


Der Kirchenraum
Die Kanzel und das vergoldete Kruzifix über der Kanzel stammen aus dem 17. Jahrhundert, das Taufbecken aus Nexø-Sandstein aus dem Jahre 1784.
Der Chorraum mit dem Altar,  ist in Verbindung mit einer umfassenden Renovierung des Inneren der Kirche, im Jahre 1985 erneuert worden. Der Altar und der Fussboden in dem Chorraum sind aus Nexø-Sandstein.
Auf dem Altar stehen zwei grosse Messingleuchter, die 1946 vom Kronprinzenpaar geschenkt wurden nach dem russischen Bombardement im Mai 1945, als die Kirche restauriert war.
Der grosse Kronleuchter "Die Krone Dänemarks" genannt ist ebenfalls ein Geschenk an die Kirche nach dem Bombardement. Es wurde in den  Kirchen eine Sammlung, die für den grossen und die beiden kleineren Kronleuchter in der Kirche war, veranstaltet.
Die Orgel der Kirche ist eine Frobenius Orgel mit 19 Stimmen aus dem Jahre 1964.


Die Ausschmückung
In Verbindung mit der Renovierung der Kirche im Jahre 1985 wurde die Künstlerin Bodil Kaalund engagiert um Farben auszuwählen und eine Ausschmückung des Inneren der Kirche vorzunehmen. Für das Holzwerk der Kirche wurden rosa, grüne und violette Farben in verschiedenen Nuancen benutzt. Diese Farben harmonieren mit dem sandfarbenen Holzfussboden und den natürlichen Farben im Nexø-Sandstein.
1993-95 schmückte Bodil Kaalund die Bildfelder in der Kanzel und in den beiden Emporen mit im Ganzen 27 Motiven aus dem Alten und Neuen Testament aus.
Die fünf Felder der Kanzel zeigen zentrale Themen des Glaubensbekenntnisses: Die Schöpfung, die Heilige Nacht, der Ostermorgen, Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Über der Kanzel sieht man Jesus am Kreuze. In ihm vereinigen sich alle die grossen Themen des christlichen Glaubens. Das wunderschöne Kruzifix ist ein Zeugnis dafür, dass das christliche Evangelium, welches in der Kirche gepredigt wird, das Wort vom Kreuz ist.
Die zwei Bildreihen an der Orgel und der Nordempore zeigen Motive aus dem Alten und Neuen Testament. Es beginnt links aussen an der Orgelempore, mit dem Sündenfall, Abrahams Opfer, Jakobs Kampf mit dem Engel, die Brüder Josefs in Ägypten, die Sintflut und die Arche Noahs, die Kupferschlange, das Gelobte Land, David und Goliath, Jonas im Bauch des Wales.
An der Nordempore sieht man Elias Himmelfahrt, Job und seine Freunde, die Berufung Esajas, der Zweig des Baumstumpfes Isai, Moses mit den Gesetzstafeln, das Mannawunder, das erste Abendmahl, die wunderbare Brotvermehrung, Jesus wandelt auf dem Wasser, die Fusswaschung, die Wanderer von Emmaus, die Bekehrung des Paulus und ganz aussen: Paulus wird an Land gerettet nach dem Schiffbruch bei Malta.
Das zuletzt erwähnte Motiv an der Nordempore ist ein Gruss an die Ha-fen- und Fischereistadt Nexø, wo man die ganzen Jahre hindurch die Gefahr des Meeres erfahren musste. Vorläufig besteht die Ausschmückung des Alters aus einem einfachen Holzkreuz. Man beabsichtigt die Chorwölbung mit einem Bild von der Wiederkunft Jesu auszuschmücken.

 


Der Friedhof
Der Friedhof hat eine der feinsten Sammlungen alter, gutbewahrter Grabsteine, die die Handwerkskunst der Steinhauer des 19. Jahrhunderts zeigen. In der Vorhalle der Kirche liegt eine Beschreibung der einzelnen zur Bewahrung geeigneten Grabsteine.
Der Platz mit dem Gedenkanker ist ein Ort zur Erinnerung an die Seeleute und Fischer, die auf dem Meer umgekommen sind und niemals gefunden wurden. Der Friedhof an der Kirche wird nur als Urnengrabstätte benutzt. Der Friedhof südlich der Stadt wurde 1890 angelegt.

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Die Kirche ist geöffnet ab 1. Mai bis 31. Oktober von 8-17 Uhr. Sonntags in Verbindung mit dem Gottesdienst. Besuch der Kirche aus-serhalb der Öffnungszeiten: Wenden sie sich bitte an das Kirchenbüro: Telefon 56493938. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag  von 11-13 Uhr
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